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Boart Sepp während eines Konzertes

Josef "Boart Sepp" Schmalnauer verdiente mit Ende 20 sein Geld durch Musizieren und Holzschneiden, danach packte ihn das Reisefieber und er begab sich mit seiner Gitarre und einem Lohner-Roller mehrmals auf eine Tour nach Deutschland, Holland und Dänemark. Aufgrund seiner Vorliebe für "Seemannslieder" zog es ihn hauptsächlich zu Hafenstädten hin. Oft wurde er von Freunden begleitet, wie z. B. seinen damaligen besten Freund und Musikerkollegen Eisl Matthias - Eisl Hias, mit dem er auch zusammen im Duett sang. Es wurden Städte wie Hamburg, Rotterdam und Kopenhagen bereist.

Mit dem zum Verkauf stehenden legendären „Cafe Casino" in der Grazerstraße bot sich für Sepp Schmalnauer die Gelegenheit seinen Wunschtraum als "singender Ischlerwirt" zu verwirklichen. Das Lokal im Erdgeschoß wurde mit großen Bildtafeln von Carlo Battisti versehen, welche Bad Ischl in alten Ansichten zeigen. Die Eröffnung des Lokales fand am 16. Juni 1971 statt. Josef Schmalnauer unterhielt die Gäste mit Gitarre, Stimme und Humor, während seine Frau Maria Schmalnauer servierte. Es war ein großer Andrang, vor allem in der Anfangszeit, und Sepp Schmalnauer gelang es wie keinem anderen zuvor die verschiedensten Gesellschaftsschichten an einem Tisch zu vereinen und zu unterhalten. Es trafen sich unter anderem auch Künstler von den Operettenwochen, Sportvereine, Doktoren, Wirtschaftstreibende etc.

Hinter dem Gebäude des "Cafe Casino" befindet sich ein ca. 380 m² komplett von Hand herausgeschlagener Naturkeller im Fuße des Siriuskogls, der sogenannte Casinokeller. In selbigen befand sich ein Hütterl wo Sepp Schmalnauer seine Stammgäste auch nach Sperrstunde noch unterhielt. Sehr berühmt in Bad Ischl wurde auch seine Gulaschsuppe, die er nach einem ungarischen Geheimrezept fertigte und welche besonders zu den frühen Morgenstunden sehr beliebt war. Das Lokal wurde zu einem unvergleichlichen Geheimtip in der Stadt Bad Ischl.